Wirtschaft

Alphabet: Ergebnisse, 12.000 Entlassungen, Analysten-Fragen

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, wird am Mittwoch ihre Ergebnisse für das vierte Quartal 2022 vorlegen. Analysten werden Fragen zum traditionellen Suchmaschinen-Geschäft des Unternehmens, aber auch zu dem gehypten Chat GPT-Tool stellen. Alphabet hat vergangene Woche angekündigt, 12.000 Mitarbeiter zu entlassen. Die Analysten erwarten im Durchschnitt einen Umsatzanstieg um einen Prozent auf 76,12 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn pro Aktie von 1,18 Dollar. Die Bank of America und Jefferies stufen Alphabet mit „Kaufen“ und Kurszielen von 125 Dollar bzw. 119 Dollar ein.

Aldi Nord beendet Streit und ernennt Torsten Hufnagel zum CEO.

Der jahrelange Familienstreit bei Aldi Nord wurde beigelegt und es gibt jetzt nur noch zwei Eigentümer-Stiftungen mit gleichen Stimmanteilen im Aufsichtsrat. Eine einheitliche Holding wird das operative Geschäft steuern und an der Spitze der Holding wird künftig ein CEO stehen. Der CEO wird Torsten Hufnagel sein, der bereits seit 2018 „Gesamtverantwortlicher des Verwaltungsrates“ von Aldi Nord ist. Er wird das Unternehmen repräsentieren, aber die alte Firmenkultur bleibt bestehen.

EZB: Europas Geldwährung unter Kontrolle

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist für die Geldpolitik in der Europäischen Währungsunion verantwortlich. Ihren Sitz hat die EZB in Frankfurt am Main. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Stabilität des Euro, der europäischen Gemeinschaftswährung. Dies gilt für den Außenwert, also den Wechselkurs des Euro zu anderen Währungen wie dem US-Dollar, besonders aber für den Binnenwert, also die Stabilität der Preise. Die EZB strebt eine Inflationsrate von rund zwei Prozent an. Ihr wichtigstes Instrument ist die Zinspolitik. Der EZB-Rat besteht aus den sechs Direktoren der EZB und den Präsidenten der 20 nationalen Zentralbanken. Die wichtigsten Leitzinsen der EZB sind der Hauptrefinanzierungssatz, der Einlagesatz und der Spitzenrefinanzierungssatz.

EZB hebt Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte an

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen für den Euro-Raum erneut um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der EZB leihen können, beträgt nun 3 Prozent, der Einlagenzins 2,5 Prozent. Die US-Notenbank Fed hatte die Leitzinsen für die USA zuvor nur noch um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Mit den höheren Zinsen will die EZB die Inflation bekämpfen, die in der Euro-Zone im Januar auf 8,5 Prozent gesunken ist. Zudem will sie ihren Bestand an Wertpapieren, vor allem Staatsanleihen der Euro-Länder, reduzieren, um die Konjunktur zu stabilisieren. Dadurch wird die Zinsdifferenz zwischen den USA und der Euro-Zone etwas kleiner und Anlagen in Europa attraktiver.

Gautam Adani Vermögen schrumpft um 48,5 Mrd. Dollar!

Der indische Unternehmer und Milliardär Gautam Adani wird von der US-Shortseller-Firma Hindenburg Research wegen Aktienmanipulation und Betrug angeklagt. Seitdem ist die Adani-Aktie um 28 Prozent abgestürzt und Adanis Vermögen um 48,5 Milliarden Dollar gesunken. Adani hat die Kapitalerhöhung des Mutterkonzerns Adani Enterprise abgesagt und die Betrugsvorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Er behauptet, die Fundamentaldaten seines Unternehmens seien stark und die Bilanz gesund. Die Shortseller von Hindenburg Research sehen das jedoch anders.

Mike Krieger & Kevin Systrom kehren mit Artifact zurück

Die Instagram-Gründer Mike Krieger und Kevin Systrom melden sich mit einer neuen App namens Artifact zurück. Im Fokus stehen hier journalistische Artikel, die anhand von künstlicher Intelligenz personalisiert an die Nutzer ausgespielt werden. Zudem sollen "Filterblasen" vermieden werden, indem Artikel gefördert werden, die zuvor vertretene Ansichten infrage stellen könnten. Die App befindet sich derzeit noch in einer privaten Beta-Phase.

Materialmangel im Abseits: Ifo-Knappheitsindex sinkt

In diesem Artikel geht es um den Materialmangel in der deutschen Industrie, der laut einer Umfrage des Ifo-Instituts im Januar 2021 weiter abgenommen hat. 48 Prozent der Unternehmen berichteten über Probleme bei der Materialbeschaffung, zwei Prozentpunkte weniger als im Dezember. Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe ist jedoch skeptisch und befürchtet, dass der Materialmangel viele Unternehmen daran hindert, ihre Aufträge schneller abzuarbeiten. Der Knappheitsindex des Ifo-Instituts zeigt, dass sich die Lieferprobleme seit einigen Monaten verringern. Unterschiede zwischen den Branchen sind jedoch erkennbar, wobei die chemische Industrie am stärksten von der Entspannung profitiert.